Aufwertung der Unternehmensgüter – Neuauflage

Die Bestimmungen im Bereich der Aufwertung von Betriebsgütern mit Zahlung einer Ersatzsteuer werden neu aufgelegt. Die Aufwertung steht allen Unternehmen unabhängig von der Rechtsform offen (Kapital- und Personengesellschaften, Einzelunternehmer). Die aufgewerteten Güter müssen im Jahresabschluss zum 31.12.2017 ausgewiesen sein. Die Güter werden im Jahresabschluss nach jenem zum 31.12.2017 aufgewertet (im Regelfall also in jenem zum 31.12.2018).

Folgende Güter können aufgewertet werden:

  • Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme jener, deren Herstellung oder Vertrieb den Unternehmenszweck bildet („beni merce“);
  • Beteiligungen in beherrschten und verbundenen Gesellschaften („controllate und collegate“) im Finanzanlagevermögen.

Auf die Aufwertung ist eine Ersatzsteuer von:

  • 16% für abschreibbare Güter;
  • 12% für nicht abschreibbare Güter abzuführen.

Die Ersatzsteuer muss in einer einzigen Zahlung entrichtet werden, und zwar innerhalb der Fristen für die Zahlung des Saldos des Einkommensteuern für den Besteuerungszeitraum 2018, also innerhalb 01.07.2019.

Wirksamkeit

Grundsätzlich werden die Aufwertungen steuerrechtlich wie folgt anerkannt bzw. wirksam:

  • Im Allgemeinen ab dem dritten Besteuerungszeitraum nach jenem, in dem die Aufwertung vorgenommen wurde (im Regelfall also ab dem Jahr 2021);
  • Im Hinblick auf Veräußerungsgewinne und – Verluste jedoch erst ab dem vierten Besteuerungszeitraum nach jenem, in dem die Aufwertung vorgenommen wurde (im Regelfall also ab dem 1.1. 2022).